ab 6 Jahren

Die Biene, die sprechen konnte

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Kinderbücher: Die Biene, die sprechen konnte

Der „Schellen-Ursli„-Verlag „Orell Füssli“ baut zum Herbst seine Kinderbuchsparte zum Vollprogramm aus. Schon vorher freuen sich die Schweizer über eine Auszeichnung: Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur erklärt „Die Biene, die sprechen konnte“ zum Umwelt-Buchtipp des Monats Juni 2015.

Im Buch geht es um Belle aus Paris. Sie ist ein aufmerksames Mädchen, dem nichts entgeht. Sie kennt ihre Stadt ganz genau.

Jedes Jahr im Sommer besucht sie ihre Großeltern auf dem Land. Der Großvater macht ihr dann ein besonderes Geschenk. Dieses Jahr ist es ein Fahrrad: das alte Rad ihrer Mutter, frisch gestrichen und auf Vordermann gebracht.

Belle radelt sofort los – und dann passiert es. Sie verirrt sich. Dabei stellt sie mit mulmigen Gefühl fest, dass sie in Biologie zwar die beste ist, in Wahrheit von der Natur aber keine Ahnung hat.

Allerdings findet sie eine etwas ungewöhnliche Freundin, die ihr diesbezüglich aus der Patsche hilft. Es ist eine sprechende Biene, die kindgerecht ökologische Zusammenhänge erläutert. Das darf man sich nicht so vorstellen, dass die Biene jetzt über jede Einzelheit doziert. Sie bringt Belle eher Prinzipien der Natur näher: Alles hat seinen Platz, alles hat seinen Sinn. Bzw.: „Wir sind eins und wir sind alles“, wie es im Lied der Natur heißt, das die Biene singt.

Holisten und Homöopathie-Anhänger werden das Buch lieben (die Arnika kommt auch vor). Ich als Homöopathie-Skeptiker (und Placebo-Fan) merke zwar, von welchem Geist dieses Buch beseelt ist, kann die dezenten Andeutungen in dem Fall aber großzügig übergehen und finde „Die Biene, die sprechen konnte“ trotzdem gut. Weil es charmant ist, weil die Illustrationen wunderhübsch sind – und weil die Einsicht, dass irgendwie alles zusammengehört und wir darum aufmerksamer der Natur gegenüber sein sollten, genau der Teil der Homöopathie-Ideologie ist, den ich auch gerne unterschreibe. Peace!

"Die Biene, die sprechen konnte"

Von: Al MacCuish (Text) und Rebecca Gibbon (Illustrationen), aus dem Englischen von Nicole Oberholzer
Verlag: Orell Füssli
Bilderbuch ab 6 Jahren
ISBN: 978-3280034781
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Format: 20 x 1,2 x 26,6 cm

 

 

 

Kinderbücher: Die Biene, die sprechen konnte

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