ab 14 Jahren

Wir sind nicht zu fassen

Jugendbücher: Wir sind nicht zu fassen

Regel Nr. 1 in allen guten Gangs­ter­fil­men lau­tet: Lass dich nicht erwi­schen.”

So ein ers­ter Satz in einem Jugend­buch ist natür­lich ein Ver­spre­chen. Und wenn der ame­ri­ka­ni­sche Ver­lag von Kurt Dinan sei­nen Debüt­ro­man „Wir sind nicht zu fas­sen” dann auch noch mit den Wor­ten „The Bre­ak­fast Club meets Ocean’s 11” anpreist, liegt die Latte hoch.

Ich-Erzäh­ler des Buches ist Max Cobb, 16 Jahre alt, ein cle­ve­res Bürsch­chen, aber in der Schule weder ein Über­flie­ger noch bei sei­nen Mit­schü­lern als Super­mann bekannt. Eher so ein etwas unschein­ba­rer Durch­schnitts­typ. Oder wie es Tami aus sei­nem Phi­lo­so­phie­kurs aus­drückt: „,Auch ein Nie­mand kann nett und gut sein. Nur halt nicht so wich­tig. Wie Dan hier. Er ist nett und alle mögen ihn, aber er ist eben nichts Beson­de­res oder so.’ Ich blickte von mei­nem Schreib­heft auf, weil ich mich fragte, wen Tami meinte. Wir haben kei­nen Dan in der Klasse. Dann sah ich, auf wen sie zeigte. Und alle ande­ren sahen es auch. Willkom­men in mei­nem Leben.”

Aller­dings ist Max in dem Moment, zu dem das Buch star­tet, bereits auf dem Weg, sein Leben zu ändern: vom schüch­ter­nen Nur-Max zum coo­len Nicht-Max. An sei­ner High­sch­hol treibt näm­lich seit Jah­ren der legen­däre Chaos-Club seine Späße, füllt Leh­rer­zim­mer vom Boden bis zur Decke mit Was­ser­bom­ben oder lässt beim gro­ßen Ehe­ma­li­gen-Fest Bil­der der Schul­aus­schuss­mit­glie­der mit Hit­ler­bärt­chen auf den Anzei­gen­ta­feln erschei­nen. Und von die­sem Club hat Max eine Ein­la­dungs­karte in sei­nem Spind gefun­den. Es scheint so, als solle er in die Geheim­ge­sell­schaft auf­ge­nom­men wer­den.

Hier der ame­ri­ka­ni­sche Trai­ler zum Buch:

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https://www.youtube.com/watch?v=-EZoTwKPU78

Doch dann ent­puppt sich die Ein­la­dung als böse Falle – und Max beschließt gemein­sam mit vier Mit­her­ein­ge­leg­ten, einen Gegen-Club zu grün­den und Rache zu neh­men. Anfangs gelin­gen der Fün­fer­bande ein paar Spit­zen-Coups. Aller­dings wird es bald auch ziem­lich brenz­lig. Und Max stellt zwi­schen­durch fest: „Das also pas­siert, wenn man ver­sucht, sei­nen Namen in den nas­sen Zement des Uni­ver­sums zu schrei­ben. Er wird hart, man bleibt ste­cken und dann hagelt die Scheiße auf einen herab.”

Wer spek­ta­ku­lär geplante und aus­ge­führte Strei­che sowie einen wit­zig-flo­cki­gen Ton­fall liebt, wird hier auf seine Kos­ten kom­men. „Wir sind nicht zu fas­sen” ist eine High­school-Komö­die der etwas schrä­ge­ren Sorte und das sogar mit ein wenig alters­ge­rech­tem Tief­gang. Ein schö­ner Schmö­ker für junge Leser ab etwa 14 Jah­ren.

Wir sind nicht zu fassen”

Von: Kurt Dinan, aus dem Eng­li­schen von Petra Hucke
Ver­lag: Magel­lan
Jugend­buch ab 14 Jah­ren
ISBN: 978–3734850233
Gebun­dene Aus­gabe mit Reli­ef­lack: 320 Sei­ten
Ori­gi­nal­ti­tel: Don’t Get Caught
For­mat: 14,1 x 3,2 x 22,1 cm
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