ab 3 Jahren

Mach mal Pause, Biber!

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Kinderbücher: Mach mal Pause, Biber!

Hyper­ak­ti­ver Biber im Wald! Lebens­ge­fahr!

Man sollte mei­nen, es sei eine Binse, wenn ein Barde singt: Das Beste am gan­zen Tag, das sind die Pau­sen. Aber der Biber aus die­sem Buch hat’s ein­fach noch nicht begrif­fen. Und wo das hin­füh­ren kann, wenn sich jemand beharr­lich so einer ele­men­ta­ren Erkennt­nis ver­wei­gert, das illus­triert Nicho­las Old­lands Bil­der­buch „Mach mal Pause, Biber!” deut­lich: ins totale Chaos näm­lich; ins Ödland, ins Obdach­lo­sen­asyl und schließ­lich auch auf den OP-Tisch!

Der Biber zer­nagt den gan­zen Wald ohne sich auch nur einen Gedan­ken dar­über zu machen, was er da über­haupt tut. Haupt­sa­che nagen wie ein Welt­meis­ter.

Die Fol­gen solch unge­brems­ten Taten­drangs kann man gar nicht dras­tisch genung schil­dern. Heut­zu­tage lie­ben ja alle die Macher. Dabei rich­ten sie so viel mehr Unheil an als alle Las­ser gemein­sam. Autor Old­land gibt sich dan­kens­wer­ter­weise red­lich Mühe, vor die­ser gefähr­li­chen Ent­wick­lung zu war­nen.

Dem Bären kracht ein Stamm auf den Kopf, dem Elch wird ins Bein genagt, Fami­lie Vogel ver­liert ihr Nest – und Freund Biber nagt immer noch wei­ter. Schlimm!

Kinderbücher: Mach mal Pause, Biber!

Bis der Tag kommt, an dem er so hek­tisch damit beschäf­tigt ist, einen Baum zu fäl­len, dass ihm gar nicht auf­fällt, wie sich die­ser in seine Rich­tung neigt. Und weil der Biber nicht ganz so robust ist wie der Bär, endet das böse – mit „abge­knick­tem Schwanz, zwei gebro­che­nen Glied­ma­ßen, drei ange­knicks­ten Rip­pen, vier blauen Fle­cken, fünf ver­stauch­ten Fin­gern, sechs ver­dreh­ten Zehen, sie­ben schmer­zen­den Schürf­wun­den, acht bren­nen­den Krat­zern, neun wehen Mus­keln und zehn offe­nen Schürf­wun­den”.

Man sieht an die­ser Auf­zäh­lung: Old­land lässt nichts aus. Er erzählt die ganze, bit­tere Wahr­heit. Auf dass es allen schwei­ßi­gen Flei­ßi­gen eine Lehre sei!

Aber hey. Dass der voll­stän­dig ein­ge­gipste Biber jetzt mal still im Kran­ken­haus lie­gen und beim An-die-Decke-Star­ren über seine Mis­se­ta­ten nach­den­ken muss, ist ja auch nicht schlecht. Denn dabei fällt ihm tat­säch­lich was auf!

Kinderbücher: Mach mal Pause, Biber!

Und so endet die­ses Buch ver­söhn­lich. Der Biber macht gut, was er gut­ma­chen kann, und darf dann auch ruhig wei­ter ein biss­chen akti­ver sein als der Rest. Es ist auch okay, dass er nach geta­ner Arbeit beim Zäh­ne­put­zen schon her­um­spinnt, was er am nächs­ten Tag noch alles machen könnte (einen Damm­bau­kurs bele­gen, zum Bei­spiel, oder mit den Freun­den eine Band grün­den und auf Tour gehen). Haupt­sa­che, er nagt nicht mehr wie auf­ge­zo­gen alles kaputt und schiebt auch mal ein Nicker­chen zur Ent­span­nung ein! Denn so ein Schläf­chen erfrischt und hält den Geist gesund.

Mach mal Pause, Biber! (Drei Freunde)”


Von: Nicho­las Old­land, aus dem Eng­li­schen von Nicola T. Stuart
Ver­lag: Jacoby & Stuart
Bil­der­buch ab 3 Jah­ren
ISBN: 978–3941787469
Gebun­dene Aus­gabe: 32 Sei­ten
For­mat: 20,9 x 1 x 20,8 cm
Rating: 4.0/5. Von 2 Abstim­mun­gen.
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