Jungs und Männer kaufen mehr Kinderbücher

Studie: Jungs und Männer kaufen mehr Kinderbücher

Die Suche nach den „neuen Män­nern” scheint end­lich zu fruch­ten: Der Anteil der Jungs an den Kin­der­buch­le­sern steigt                                  © Foto von MRC­PL­Child­rens (flickr.com) unter Crea­tive-Com­mons-Lizenz

 Zwei Drit­tel der Kin­der- und Jugend­buch­käu­fer sind weib­lich. Aber: Die Jungs holen end­lich auf!

Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels und die Arbeits­ge­mein­schaft von Jugend­buch­ver­la­gen (ajv) berich­ten über kräf­tige Zuwächse gerade bei jun­gen Lesern. Grund­lage ist eine aktu­elle Stu­die, die beide bei der Gesell­schaft für Kon­sum­for­schung in Auf­trag gege­ben hat­ten. Das zur Frank­fur­ter Buch­messe 2013 prä­sen­tierte Ergeb­nis: Bei den 12- bis 13-jäh­ri­gen Jungs stieg der Anteil von 28 Pro­zent auf 42 Pro­zent, bei den 14- bis 15-Jäh­ri­gen von 25 auf 39 Pro­zent.

Die Jungs hin­ken ins­ge­samt aber immer noch deut­lich hin­ter­her. Wäh­rend im Buch­markt ins­ge­samt der Anteil weib­li­cher Käu­fer bei 57 Pro­zent liegt, ist er im Kin­der­buch­markt mit 64 Pro­zent klar höher. Trotz­dem ist ajv-Che­fin Renate Reich­stein begeis­tert – und freut sich, dass die lang ersehn­ten „neuen Män­ner” unver­hofft doch noch auf­tau­chen: „Davon hat­ten wir uns schon vor Jah­ren ver­ab­schie­det, da müs­sen wir unbe­dingt dran­blei­ben, dass wir diese Kun­den­gruppe hal­ten, dass wir sie wei­ter mit Ange­bo­ten ver­füh­ren.”

• Kin­der­bü­cher kön­nen ruhig ein biss­chen was kos­ten – wenn sie denn schön sein.

Ein wei­te­res Ergeb­nis der Stu­die: Kun­den wün­schen sich Bücher mit anspre­chen­den Illus­tra­tio­nen und ver­mis­sen oft auch eine hüb­sche Aus­stat­tung (sprich: Lese­bänd­chen, Lese­zei­chen, Umschlag). Reich­stein: „Da müs­sen Ver­lage auf­hor­chen, wenn die Käu­fer bereit sind, mehr Geld für eine schöne Aus­stat­tung aus­zu­ge­ben.”

• E-Books sind (noch) nichts für Kin­der.

Nur ein Pro­zent der Befrag­ten kann sich vor­stel­len, mit Kin­dern Bil­der­bü­cher auf E-Books anzu­schauen. Renate Reich­stein wun­dert das nicht: „Die Ziel­gruppe hat ja im Moment mehr­heit­lich keine Lese­ge­räte.”