Pumuckl verliert seine Plauze

Die­ses Jahr wird der Kobold mit dem roten Haar (Hurra, hurra!) 50 Jahre alt, seine Erfin­de­rin Ellis Kaut gar schon 95.

Der Kos­mos-Ver­lag nutzt die Gele­gen­heit und bringt den Klas­si­ker neu her­aus. Der Text der Erst­aus­gabe (die damit beginnt, dass Meis­ter Eder nach aller­hand selt­sa­mem Durch­ein­an­der in sei­ner Werk­statt den Kobold an einem Leim­topf kle­bend fin­det) bekommt neue Illus­tra­tio­nen zur Seite gestellt.

Und auf denen sieht der alt­be­kannte Kobold auf ein­mal viel dün­ner aus. Der süße, kleine Kugel­bauch – weg! Warum bloß?

Illus­tra­tor Jan Saße bekam die Ansage, den Pumuckl „dyna­mi­scher” zu zeich­nen und ihm einen „leicht moder­nen Touch” zu geben.

Der Pumuckl darf kein Pum­mel mehr sein? Naja – man kann seine neue Figur mögen oder auch nicht, viel­leicht muss man sich auch ein­fach nur daran gewöh­nen, so wie an alles Neue. Ich finde: Haupt­sa­che, sie fan­gen nicht auch noch irgend­wann an, am Text her­um­zu­schrau­ben und las­sen ihm seine maß­lose Hin­gabe an Scho­ko­lade sowie seine Abnei­gung gegen die Schule.

Meister Eder und sein Pumuckl”

von Ellis Kaut (Text) und Jan Saße (Illus­tra­tio­nen)
Gebun­dene Aus­gabe: 128 Sei­ten
Franckh Kos­mos Ver­lag
ISBN: 978–3440148204
Vom Ver­lag emp­foh­le­nes Alter: Ab 6 Jah­ren