ab 3 Jahren

Finn, der Feuerwehrelch

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Finn, der Feuerwehrelch

Finn, der Feu­er­wehrelch” stößt in unser Fami­lie auf geteil­tes Echo: Lau­renz liebt die Geschichte, meine Frau stöhnt.

Ja, klar, könnte man mei­nen. Feu­er­wehr halt. Bei dem Thema ist unser Sohn nicht wirk­lich kri­tik­fä­hig. Das ahnt jeder, der ihn schon ein­mal mit Helm auf dem Kopf, Matsch­hose am Leib und Kabel-„Schlauch” in der Hand dem nächst­bes­ten Blau­licht hin­ter­her­wet­zen gese­hen hat. Trotz­dem stimme ich ihm bezüg­lich Finn doch eher zu als mei­ner Frau.

Sie ist der Ansicht, dass die Geschichte leicht hakelt und ihr ein wenig Tempo fehlt. Aber das ist mei­ner Mei­nung nach ein unge­rech­tes Urteil. „Finn, der Feu­er­wehrelch” ist näm­lich gar keine nor­male Geschichte. Es han­delt sich viel­mehr um ein hal­bes Sach­buch.

Die Story in Kürze: Finn will Feu­er­wehrelch wer­den. Doch bevor er das Lösch­fahr­zeug fah­ren darf, muss er erst ein­mal genug Erfah­rung sam­meln. Nach der Aus­bil­dung gilt es, einen Dackel aus einem Abfluss­rohr zu befreien, ein paar Kanin­chen sicher aus einer Stink-Wolke zu holen und 21 Meer­schwein­chen zu ret­ten, die im obe­ren Stock­werk fest­sit­zen, nach­dem die 249 Ker­zen auf Opa Schild­krö­tes Geburts­tags­torte einen Brand ver­ur­sacht haben.

Finn, der Feuerwehrelch

Dabei wird so eini­ges rund um die Feu­er­wehr erklärt. Das mag den Erzähl­fluss aus Erwach­se­nen-Per­spek­tive tat­säch­lich manch­mal etwas hem­men, ist aber für kleine Feu­er­wehr­fans umso tol­ler. Die zäh­len zwi­schen­durch sehr gerne auf, was zur Schutz­aus­rüs­tung von Feu­er­wehr­leu­ten gehört und sind stolz wie Oskar, wenn sie jedes Gerät benen­nen kön­nen. Ich finde sol­che Ein­schübe, anders als meine Frau, des­halb gut.

Außer­dem mag ich die vie­len wit­zi­gen Ein­fälle am Rande und den bri­ti­schen Humor der Auto­rin, den sie auch zeich­ne­risch umsetzt. Zum Bei­spiel wenn es heißt: „Die Kol­le­gen kochen reihum für­ein­an­der. Heute ist der Feu­er­wehr­hund dran. Er tischt nor­ma­ler­weise immer irgend­ei­nen Dosen­fraß auf. Nie­mand ist son­der­lich erpicht dar­auf.” Dann genü­gen Sharon Rentta einige wenige Stri­che, um uns Leser tief in die geplag­ten Tier­see­len hin­ein­schauen zu las­sen und lachend mit ihnen zu lei­den …

Finn, der Feuerwehrelch”

Von: Sharon Rentta
Ver­lag: Gers­ten­berg
Sach­bil­der­buch für Kin­der ab 3 Jah­ren
ISBN: 978–3836954709
Gebun­dene Aus­gabe, 32 Sei­ten
For­mat: 27,8 x 25,6 x 1 cm
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  1. […] zur Hand neh­men, denn es gibt unend­lich viel zu ent­de­cken und zu schmun­zeln. Für Fans von Finn, dem Feu­er­weh­relch, […]

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