ab 5 Jahren

Vom Igel, der eine Schachpartie suchte

Auf gute-kinderbücher.de kön­nen Auto­rinnen und Auto­ren sich und ihre Bücher selbst vor­stel­len. Heute in der Rubrik „Autor stellt vor”: Magda von Gar­rel mit ihrem Kin­der­buch „Vom Igel, der eine Schach­par­tie suchte”.

Kinderbücher: Vom Igel, der eine Schachpartie suchte

Darum geht es in dem Kinderbuch

Was macht ein klei­ner Igel, der vom eit­len Fuchs in eine schier aus­weg­lose Situa­tion gedrängt wor­den ist? Wie konnte es über­haupt dazu kom­men? Und was hat das alles mit einer Schach­par­tie zu tun?

Vor­der­grün­dig geht es in dem in vier Teile unter­glie­der­ten Buch, in dem diese Fra­gen beant­wor­tet wer­den, um die Ent­schlüs­se­lung des Wor­tes „Schach­par­tie”. Um das zu schaf­fen, muss sich der eigent­lich furcht­same kleine Igel auf eine Reise in eine ihm unbe­kannte Welt bege­ben. Auf einem Bau­ern­hof, den er mit Hilfe sei­ner neu gewon­ne­nen Freunde nach eini­ger Zeit erreicht, lernt er eine Katze ken­nen, die ihm zunächst gar nicht wohl geson­nen ist. Doch dann nimmt die Geschichte eine dra­ma­ti­sche Wen­dung…

Die „Hel­den” die­ser Geschichte (Igel, Els­ter und Spatz) sind die „Unschein­ba­ren” die­ser Welt, denen gleich­wohl Gro­ßes gelin­gen kann. In die­sem Fall bedeu­tet das, dass sie – all­mäh­lich immer muti­ger wer­dend – auch noch die Bedeu­tung von zwei wei­te­ren Wör­tern her­aus­fin­den.

Die als Fabel erzählte und lie­be­voll illus­trierte Geschichte endet mit einem wun­der­schö­nen Wald­fest, bei dem sich her­aus­stellt, dass der Fuchs, der die Reise ins Unge­wisse über­haupt erst ver­an­lasst hat, nicht aus­ge­schlos­sen wer­den soll. Somit wird nicht nur der Wert der Freund­schaft, son­dern auch die Fähig­keit zum Ver­zei­hen the­ma­ti­siert.

Kinderbücher: Vom Igel, der eine Schachpartie suchte

Da die han­deln­den „Per­so­nen” die­ser Geschichte nicht nur sehr sym­pa­thisch sind, son­dern auch Glaub­wür­dig­keit aus­strah­len, kön­nen sich die klei­nen (5- bis 8-jäh­ri­gen) Leser/innen schnell mit den Prot­ago­nis­ten iden­ti­fi­zie­ren. Wegen der hin und wie­der im Text ver­steck­ten Anspie­lun­gen auf das Ver­hal­ten bestimm­ter Mit­men­schen dürf­ten auch die (vor- oder mit­le­sen­den) Erwach­se­nen ihre Freude an der Geschichte haben.

Wer hat das Kinderbuch geschrieben?

Mein Alter dis­kret ver­schwei­gend, möchte ich an die­ser Stelle nur mit­tei­len, dass ich schon seit lan­ger Zeit in Ber­lin-Tem­pel­hof lebe. Als Diplom-Poli­to­lo­gin habe ich in unter­schied­li­chen Berei­chen der poli­ti­schen Ver­wal­tung gear­bei­tet, wäh­rend ich als Son­der­päd­ago­gin (Fach­be­rei­che: Sprach­be­hin­de­run­gen und Ver­hal­tens­stö­run­gen) in Grund-, Haupt-, För­der- und Berufs­schu­len tätig war. Wegen mei­ner Zuge­hö­rig­keit zur ers­ten Gene­ra­tion Ber­li­ner Integrationslehrer/innen bestand meine Auf­gabe auch in der mit­ge­stal­ten­den För­de­rung des damals noch neuen päd­ago­gi­schen Anlie­gens.

Was hat die Autorin sonst noch veröffentlich?

Seit Erschei­nen mei­ner 50-sei­ti­gen Denk­schrift „Ist mir doch egal! / Pra­xis­re­le­vante Feh­ler deut­scher Bil­dungs­för­de­rung”, die ich anläss­lich des Bil­dungs­gip­fels vom 22. 10. 2008 ver­fasst habe, betei­lige ich mich mit zuneh­men­der Inten­si­tät an der bil­dungs­po­li­ti­schen Debatte, wobei in die­sem Rah­men auch ein ziem­lich unge­wöhn­li­ches und zugleich sehr pra­xis­be­zo­ge­nes Buch ent­stan­den ist („Instand­set­zungs­päd­ago­gik / Inte­gra­ti­ons­an­sätze für lern­ent­wöhnte Kin­der”). Dar­über hin­aus habe ich mitt­ler­weile sehr viele Arti­kel geschrie­ben, die in Fach­zeit­schrif­ten, poli­ti­schen Maga­zi­nen, Sam­mel­bän­den und/oder im Inter­net erschie­nen sind.

In einem eher lite­ra­ri­schen Sinne habe ich lange Zeit nur Texte für den inner­schu­li­schen Gebrauch ver­fasst (Thea­ter- und Hör­spiele, Dilemma-Geschich­ten und Rap-Gedichte). Um es nicht bei der theo­re­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit bil­dungs­po­li­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen zu belas­sen, habe ich nach und nach damit begon­nen, mich wie­der stär­ker den künst­le­ri­schen Aus­drucks­for­men zuzu­wen­den. Die dabei ent­stan­de­nen Texte rich­ten sich ent­we­der an Erwach­sene (im Sinne „dich­te­ri­scher Illus­tra­tio­nen” gesell­schafts­po­li­ti­scher Ver­säum­nisse) oder an die noch im „magi­schen Alter” leben­den Kin­der.

Vom Igel, der eine Schachpartie suchte: Eine Freundschafts- und Integrationsfabel in vier Teilen”

Von: Magda von Gar­rel, Illus­tra­tio­nen von Bella Dol­fen
Ver­lag: Carow
Bil­der­buch ab 5 Jah­ren
ISBN: 978–3944873053
Gebun­dene Aus­gabe: 56 Sei­ten
For­mat: A5 quer
Kinderbücher: Autor, stell vor! Kinderbücher: mach-mit

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